Verpackungslizenz 2021:
Der große Jahresvergleich aller Anbieter

Verpackungslizenz Ratgeber 2021

Beitrag enthält Werbelinks: Die meisten Anbieter haben ihre neuen Konditionen für die Verpackungslizenzierung 2021 veröffentlicht. Dabei zeigt sich auch dieses Jahr wieder: Um den idealen Anbieter zu finden, lohnt es sich die Preise und Bedingungen der dualen Systeme genau zu vergleichen. Wir haben verschiedene Mindestpreise, unterschiedliche kg-Preise, Erstattungs-Optionen, Vertragsbindung und zusätzliche Services aller Anbieter für das kommende Jahr verglichen und fassen in diesem Ratgeber zusammen, wie du das beste Angebot für die Verpackungslizenz 2021 für dich finden kannst. 

Falls du erstmals auf der Suche nach einer rechtssicheren Lösung bist, deine in Umlauf gebrachten Verpackungen zu lizenzieren, kannst du unseren kostenlosen Vergleichsrechner für die Verpackungslizenz 2021 nutzen und direkt das beste Angebot auswählen. Wenn Du bereits einen bestehenden Lizenzvertrag hast, kannst du hier schnell und unverbindlich testen, ob ein besseres Angebot für 2021 möglich ist und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.

Verpackungslizenz Anbieter Alle Logos

Inhalt

Verpackungslizenz Preise 2021

Die Preise für die Verpackungslizenz steigen auch 2021 weiter an. Besonders die Fraktionspreise für das kg PPK (Papier/Pappe/Karton) steigen bei manchen Anbietern teils deutlich. Bei den 9 Anbietern, die zum Zeitpunkt unserer Preisanalyse schon ihre Preise für 2021 veröffentlicht hatten, steigt der Basispreis für ein kg PPK um 37% im Durchschnitt. Spitzenreiter ist hier Reclay mit einem Aufschlag von 80% gegenüber 2020. Auch die Preise für Kunststoff steigen nach einer größeren Erhöhung letztes Jahr wieder, durchschnittlich um 10%. Hier legt besonders Veolia zu und verteuert den kg-Preis für Kunststoff um 20%. 

In unserer jährlichen Preisauswertung vergleichen wir die Netto-Basispreise für 1kg zu lizenzierendes Verpackungsmaterial je Materialart. Mindestumsätze und Grundgebühren sind hier nicht mit einberechnet. Die Preise sind Neukundenpreise. Für Bestandskunden gelten je nach Vertrag ggf. die Konditionen aus den Vorjahren weiter.

Finde mit unserem Vergleichsrechner 2021 heraus, zu welchen Preisen du deine individuellen Verpackungsmengen bei den jeweiligen Anbietern für 2021 lizenzieren kannst:

Diagramm der Entwicklung von Lizenzpreisen für die Verpackungslizenz

Verpackungslizenz Vergleichsrechner 2021

Lizenzjahr:

Materialart kg

Erstattungen

Die Corona-Krise hat vor Augen geführt, wie unvorhersehbar sich die wirtschaftliche Lage von Unternehmen ändern kann. 100-prozentige Planungssicherheit existiert nicht. Ob Hersteller oder (Online-)Händler: In einem unübersichtlichen Markt ist es von Vorteil, wenn die Menge der zu lizenzierenden Verpackungsmaterialien flexibel angepasst werden kann. Aktuell gibt es bei 4 Anbietern feste Regelungen, wie und unter welchen Bedingungen bereits gezahlte Lizenzgelder nach der initialen Meldung von Planmengen erstattet werden können. Gutschriften werden allerdings nur für die Materialpreise ausgestellt. Mindestbeiträge, Service- oder Grundgebühren können generell nicht erstattet werden.

Bei Veolia wird nach Abschluss eines Lizenzjahres die Jahresabschlussmenge mit den bereits gemeldeten Mengen verglichen. Liegt die Abschlussmeldung unter den bereits gezahlten Mengen für das betreffende Leistungsjahr, stellt Veolia hierfür eine Guthaben für das nächste Lizenzjahr aus. Es findet keine Auszahlung statt.

Der Anbieter Bähr Verpackungen stellt unterjährige Gutschriften aus, wenn Mengenkorrekturen gemeldet werden, die unter den vertraglich vereinbarten Mengen zu Jahresbeginn liegen.

Bei der Verpackungslizenz von Lizenzero können unterjährige Mengenmeldung in einem Lizenzjahr bis zum 31.08. voll erstattet werden.

Der grüne Punkt bietet in seinem Lizenzangebot VerpackGo die Möglichkeit einer Erstattung bei Unterschreitung der gemeldeten Planmenge des Vorjahres bis zu 10% der ursprünglichen Kosten. 

Anbieter Erstattungen
Bähr-Verpackungen
ja
Veolia
ja
Lizenzero
ja, bis
zum 31.08
VerpackGo
ja, bis max. 10%
der Kosten
Zmart
nein
Reclay
nein
EKO-PUNKT
nein
Belland Vision
nein
Noventiz
nein
Landbell
nein
Usepac
nein

Zusatz-Services

Zugegeben: der Preis für die Verpackungslizenz ist ein wichtiges Kriterium für den Kauf. Allerdings muss dieser immer im Verhältnis zu den im Lizenzvertrag enthaltenen Dienstleistungen und Zusatz-Services des jeweiligen Anbieters bewertet werden. Hier unterscheiden sich die Anbieter der deutschen Verpackungslizenz 2021 deutlich. Wer sich mit dem absolut rechtlich Notwendigen zufrieden gibt und auf den Komfort einer individuellen Beratung sowie Hilfestellungen bei den Behördenmeldungen verzichten möchte, der ist bei Anbietern wie Reclay, Noventiz oder Veolia gut aufgehoben, die sich einen Namen damit gemacht haben, die Verpackungslizenz „ohne viel Schnickschnack“ anzubieten. 

Dennoch ist ein Blick auf die Anbieter lohnenswert, die einen anderen Ansatz verfolgen und verstärkt Wert auf Kundenservice mit persönlicher Beratung, praktische Tools als Hilfestellung und einen ganzheitlichen Ansatz für nachhaltiges Wertstoffmanagement anbieten. Hier sind besonders die dualen Systeme zu nennen, die durch langjähriges Know How überzeugen können. Kleinere Anbieter wiederum punkten häufig bei der intensiven persönlichen Betreuung. 

Persönliche Beratung

Die meisten Anbieter bieten eine telefonische oder digitale Beratung via Email an. Die Qualität der Beratung hängt stark von der Erfahrung des jeweiligen Mitarbeiters ab. Prinzipiell haben Anbieter kein großes Interesse Kunden stundenlang telefonisch zu beraten, da es einfach nicht wirtschaftlich ist. Auch kam es in der Vergangenheit immer mal wieder bei Stoßzeiten (z.B. Rund um den Jahreswechsel) zu Engpässen bei der Erreichbarkeit und zu verzögerten Antworten auf Emails.

 

Verpackungslizenz Anbieter Office

Praktische Tools und einfaches Handling

Die grundlegenden Funktionen eines Online Kundenkontos wie Meldungen von Lizenzmengen und das Verwalten von Dokumenten und Rechnungen gelten mittlerweile als Pflicht. Der Anbieter Lizenzero geht hier noch einen Schritt weiter und gibt seinen Kunden zusätzliche Funktionen mit an die Hand, um nicht mehr Zeit für die administrativen Pflichten zu verschwenden, als unbedingt notwendig. Mit einer Berechnungshilfe für Verpackungsmengen und einem Tool für schnelle Datenmeldungen an die Zentrale Stelle gilt Lizenzero als führend beim Thema Nutzerfreundlichkeit.

Verpackungsoptimierung

Der allgemeine Trend zu mehr Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft ist klar zu erkennen. Verbraucher stellen häufiger Fragen, wo Produkte her kommen und unter welchen Umständen sie produziert werden. Auch im Bereich Verpackungen ist dieser Trend zu beobachten. Hier stellt sich insbesondere die Frage: 

„Wie recyclingfähig ist meine Verpackung?“

Viele duale Systeme und andere Umweltdienstleister haben diesen Trend erkannt und stellen unterschiedliche Lösungen und Services in Form von Online-Tools oder Beratung zur Bewertung der Recyclingfähigkeit einer Verpackung zur Verfügung. Für Verpackungslizenz-Kunden gelten oft Sonderkonditionen oder Teile der Angebote können kostenlos in Anspruch genommen werden. Zu den Angeboten gehören:

Made For Recycling – Lizenzero
Design4Recycling & RecyclingCOMPASS – Grüner Punkt 
Pack2Recycle – Landbell
CIRCpac by SUEZ – BellandVision
oeko-design – Noventiz in Kooperation mit Clover
EasyD4R – Henkel

Bücher verpacken
Online Siegel Label Reclay Lizenzero GrünerPunkt

Online Siegel / Labels 

Einige Duale Systeme bieten ihren Kunden die Möglichkeit, nach erfolgreicher Lizenzierung ein sogenanntes „Online Siegel“ des jeweiligen Anbieters in die eigene Webseite/Online-Shop  zu integrieren. Das beugt Abmahnungen vor, da der Wettbewerb sofort sieht, dass die Pflichten zum Verpackungsgesetz eingehalten werden. Anbieter, die ein solches Abzeichen anbieten sind Reclay der Grüne Punkt und Lizenzero.

 

Nachhaltigkeitszertifikate

Die deutschen Recycling-Quoten stehen häufig in der Kritik, ein zu positives Bild von der Recycling-Branche zu zeichnen. Da auch Wertstoffe die am Ende verbrannt werden als „recycelt“ gelten, können Kunden nur schwer die dualen Systeme ausmachen, die tatsächlich bemüht sind so viele Wertstoffe wie möglich in eine Kreislaufwirtschaft zu führen und nicht bloß zur Energieerzeugung zu verbrennen. Der Anbieter Lizenzero legt hier vor und stellt jedem Kunden ein jährliches Ressourcenschutz-Zertifikat aus, das angibt welcher Anteil der lizenzierten Materialien wiederverwertet werden konnte und wieviele Ressourcen und Tonnen CO2 dadurch eingespart wurden. Mit diesen Werten, die vom Fraunhofer-Institut ermittelt werden, bekommen nachhaltigkeitsbewusste Händler und Hersteller eine transparente Aufstellung darüber, welchen Beitrag ihre bei Lizenzero gemeldeten Verpackungsmengen wirklich für die Umwelt leisten.

 

Resource saved nachhaltigkeit lizenzero

Kündigungsfristen

Die meisten Dualen Systeme und Drittanbieter haben Verträge auf Jahresbasis (Laufzeit: 1 volles Kalenderjahr), die sich automatisch verlängern. Falls schon ein Vertragsverhältnis besteht, kann eventuell noch zum Jahresende gekündigt werden, wenn Du in unserem Vergleichsrechner für 2021 einen besseren Anbieter gefunden hast. Die Kündigungsfristen aller Anbieter haben wir hier zusammengetragen. Der Anbieter Reclay ist nicht aufgeführt, da Hersteller hier mit der Bestellung keinen Vertrag schließen der sich automatisch verlängert.

Anbieter Kündigungsfrist
Veolia
30.09
Zmart
30.09.
Lizenzero
30.09
Usepac
30.09
Bähr-Verpackungen
30.09
EKO-PUNKT
30.09
Belland Vision
31.08.
Noventiz
31.08.
VerpackGo
31.07.*
Landbell
30.06.*

*Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 2 Jahre. Wird ein Vertrag für 2021 abgeschlossen, kann erst zum Ende 2022 gekündigt werden! 

Marktausblick
2021

Einstieg von PreZero in den Markt

Seit einiger Zeit spielt auch die Schwarz-Gruppe (LIDL, Kaufland) in der deutschen Abfallwirtschaft eine immer größer werdende Rolle. Mit der 2018 gegründeten Marke PreZero bietet die Schwarz-Gruppe ihren Kunden bereits ein breites Portfolio an Umweltdienstleistungen. Neben klassischen Services des Wertstoff- und Recycling-Managements (gewerbliche und private Abfallsammlung und Container-Vermietung) betreibt PreZero europaweit Verwertungsanlagen für Kunststoffe. Mittlerweile beschäftigt PreZero mehr als 3.500 Mitarbeitern an über 90 Standorten.

Zuletzt baute die Schwarz-Gruppe das Produktportfolio von PreZero durch den Zukauf zahlreicher Unternehmen in der Recycling-Branche europaweit aus. So wurden allein in 2020 der polnische Entsorger Komart, die deutschen Containerdienstleister Aussieker und Stahlhut und die Sky Plastic Group, ein europäischer Hersteller von Kunststoffrezyklaten, in die Marke PreZero integriert. Für 2021 plant das Unternehmen zudem die Übernahme großer Teile des Entsorgungs- und Recycling-Geschäfts vom französischen Entsorger SUEZ in den Märkten Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Polen und Schweden.

In Bezug auf die deutsche Verpackungslizenz gab PreZero jetzt bekannt, dass ab 2021 alle Voraussetzungen für den deutschlandweiten Betrieb eines Dualen Systems erfüllt seien und somit offiziell alle Hersteller und Händler ihre Verkaufsverpackungen bei PreZero lizenzieren können.  Über Preise und Vertragskonditionen werden wir hier auf Verpackungslizenz24 selbstverständlich aufklären, sobald näheres bekannt wird.

Ein Wertstoff-LKW von PreZero

Quellen:

Stärkere Sanktionen gegen Trittbrettfahrer

Mit der Einführung des neuen Verpackungsgesetzes am 01.01.2019 und der damit verbundenen Registrierungspflicht für alle Erstinverkehrbringer von Verpackungen sollte erreicht werden, dass mehr Hersteller ihrer Verantwortung zum fachgemäßen Recycling ihrer Verpackungsmaterialien nachkommen, die sie in Umlauf bringen. Knapp 2 Jahre nach Einführung des neuen LUCID-Registers hat sich die Zahl der registrierten Hersteller von anfänglich 130.000 auf ca. 195.000 (Quelle: ZSVR, Stand: 22.09.2020) erhöht.

Geht man von 300.000 lizenzpflichtigen Herstellern und Händlern aus (Schätzungen aus 2018), kommen nach wie vor nur rund zwei Drittel ihrer Produktverantwortung nach. Die Kosten für das Recycling von Verpackungen der restlichen „Trittbrettfahrer“ tragen somit diejenigen Hersteller, die ordnungsgemäß ihre Lizenzen erwerben. Um dieses unsolidarische Verhalten zu unterbinden, geht die Zentrale Stelle nun in Kooperation mit lokalen Vollstreckungsbehörden verstärkt gegen diese Lizenzverweigerer vor und veröffentlicht regelmäßige Fallberichte, welche die Folgen einer unterlassenen Lizenzierung verdeutlichen sollen. Bei Nichtbeachtung des Verpackungsgesetzes sieht der Gesetzgeber Geldbußen bis zu 200.000€ vor. Auch Verkaufsverbote können verhängt werden.

Insbesondere die gestiegene Zahl an Onlinehändlern, die ihre Verpackungen nicht lizenzieren, ist für die gestiegenen Preise bei den Fraktionen PPK und Kunststoff mitverantwortlich. Da dies immer häufiger auch internationale Händler auf Marktplätzen wie Amazon und eBay ohne Sitz in Deutschland sind, muss die Zentrale Stelle Wege finden, den Vollzug auch hier zu gewährleisten. Aus Branchenkreisen wurde nun bekannt, dass die Zentrale Stelle bereits mit Marktplätzen im Gespräch ist, um Lizenzverweigerer auf diesen Plattformen zukünftig effektiver zu sanktionieren.

Quellen:

Verpackungslizenz
in der EU

EU-Verpackungsrichtlinie mit verschiedenen Vorschriften in den EU-Mitgliedsstaaten

Das deutsche Verpackungsgesetz (VerpackG) und die damit geschaffene Meldestelle sowie die Lizenzvorschriften für Hersteller und Händler ist die deutsche Umsetzung der europäischen Verpackungsrichtlinie 94/62/EGDie generellen Ziele der Richtlinie sind die Harmonisierung der nationalen Maßnahmen zur Entsorgung von Verpackungen und Verpackungsabfällen und eine Verbesserung der Umweltqualität durch Verhinderung und Verringerung der Auswirkungen von Verpackungen und Verpackungsabfällen auf die Umwelt. Zentrales Element ist die erweiterte Herstellerverantwortung: Jeder Inverkehrbringer von Verpackungsmaterialien soll für die ordnungsgemäße Entsorgung seiner Verpackungen einstehen. 2018 wurde diese europäische Richtlinie aktualisiert (2018/852) und um den Übergang der Abfallwirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft für Verpackungswertstoffe erweitert.

Bis zum 5. Juli 2020 hatten alle Mitgliedsstaaten Zeit, diese Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. In Deutschland wurde dies durch die Lizenzierungspflicht aller gewerblich in Verkehr gebrachten Verpackungen durch die Hersteller und Händler bei den dualen Systemen geregelt. Andere EU-Staaten haben hierzu unterschiedliche Regelungen und Vorschriften für Unternehmen getroffen. Falls Du also nicht nur in Deutschland Verpackungen in Verkehr bringst, sondern auch Produkte in andere EU-Staaten verschickst, solltest Du prüfen, ob und welche Vorschriften je EU-Mitgliedsstaat gelten, um Abmahnungen und Strafen vorzubeugen. Da diese Recherche aber oft mühsam und zeitaufwendig sein kann, empfehlen wir ein professionelles Audit erstellen zu lassen, um sicherzustellen, dass alle Meldevorschriften, Beteiligungen an Sammel- und Recycling-Systemen je EU-Land eingehalten werden. 

Um rechtssicher EU-weit diesen Anforderungen nachzukommen, empfehlen wir Anbieter wie ecosistant. Mit diesem übersichtlichen und rechtssicheren Compliance-Management Service haben Online-Händler die Möglichkeit, ihre Recycling-Verpflichtungen in allen 28 EU-Ländern zu identifizieren und schnelle, kostengünstige Lösungen zu finden. Weil wir möglichst vielen betroffenen Händlern dabei helfen möchten, nicht mehr Aufwand und Kosten für die europäischen Verpackungsvorschriften aufzuwenden als nötig, haben wir bei ecosistant noch mal 10% Rabatt auf die Services für euch rausgeholt. 

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